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Wednesday, October 1, 2008

Sámara, 25. März

Hey, Leute, wie läuft’s, wie steht’s? Oder besser gesagt, ?Qué tal?


Muß sagen, das Leben in Costa Rica ist muy diferente: die Häuse sind süße Häusleinchen, und auch wahnsinnig heiß und ohne Klimaanlage. Kein Problem, daß die Duschen kein heißes Wasser haben. Und die Tieren sind überall, besonders die Pferde und Hühner. Ich brauche meinen Wecker nicht! Ich hab’ eine Affe nocht nicht gesehen, aber jeden Tag kann ich sie hören—sie wohnen in dem Wald neben der Brücke, und ich muß über die Brücke gehen, um nach die Schule zu kommen. Die Schule liegt übrigens total auf dem Strand. Kann mich nicht beklagen…


Es gibt viele Studenten von vielen Ländern. Diese Woche sitzte ich mit vier aus der Schweiz. Gott sei Dank, weil ich hatte meinem Wörterbuch am ersten Tag vergessen, und ich konnte ihres benützen. Aber ihr deutsch ist mehr als merkwürdig—ich kann sie nicht so gut verstehen. Echt switz-duutsch. Mein bester Freund diese Woche kommt aus Kanada und spricht französisch. Er ist total cool. Bin glücklich, dass er hier für noch eine Woche bleibt. Heute abend treffen wir uns und trinken ein Paar cervezas.


Ich finde alles hier ganz interessant, obwohl ich bin total auf dem Land. (Normalerweise bin ich ein Stadtfrau.) Aber ich hab’ wirklich ein Abendteuer jetzt—ein kleines Haus mit fünf anderen Personen, eine Kuche, die total außer dem Haus steht, und primative Straßen mit Füßgänger, Fahhräder, LKWs, Buses, Pferden, Motorräder, Autos, Mopeds…und großen Löcher. Genau wie Detroit! Wenigstens das Letzen…


Morgen gehe ich schwimmen, oder vielleicht surfen…weiß noch nicht. Aber meine Klassen beginnen um 13.15; also habe ich den Morgen frei. Das Frühstück ist immer um 7.00 Uhr, was bedeutet, ich muß total früh aufstehen. Vielleicht danach schlaf’ ich ein bißchen noch… Die Klassen am Donnerstag u. Freitag beginnen um 8.00.

Aiye, die Tanzstunde fängt in einem Halbstund’ an, und ich muß erstmals dahin laufen. Dauert ungefahr 20 Minuten, aber die Minuten sind sehr lang wenn die Temperatur mehr als 30 Grad ist. Dieses Jahr wird August in Detroit total frisch und kühl für mich…


Also, macht’s gut! Ich wünsch’ Euch alle viel Spaß und keine Schnee!

Sámara, 31. März

Hey, Leute, wie steht’s? Hoffentlich gut… Bei mir geht’s prima! Jetzt regnet es, was total schön ist. Wir brauchen Regnen—alles hier ist sehr trocken, besonders die Straßen. Gibt’s immer Staub in der Luft. Macht viel Spaß, entlang den Strasen innerhalb eine Staubwolke zu laufen. Ich lieb’ die LKWs! …okay, nicht wirklich…


Aber das Leben hier ist echt interessant. Am Sonntag hab’ ich mein erstes ECHTES Fußballspiel gesehen, d.h. ein Spiel mit keinen Amerikaner. Gab 50 oder so Latiner—Kinder, Erwachsene, Frauen, Männer. Ich hab’ überhaupt keine Ahnung von dem Spiel; also ging 30 Minuten vorbei bevor ich etwas kapieren konnte. (Und natürlich wurde alles auf Spanisch, was mir nicht geholfen hatte.) Die konnten echt gut spielen, ich muß sagen! War total beeindrückt. Und alle hatten viel, viel Spaß dabei. Ich glaube, Fußballspiel am sonntags ist eine Sitte in dieser Stadt. (“Dorf,” besser gesagt…) War total cool. Nachdem gingen wir alle (ja, zum Fuß, natürlich) zur einem Restaurant, um den Geburtstag von einem Schwester zu feiern. (Ich wohne mit den anderen zwei Schwestern.) War mein ersten “Familien-Essen.” Ich hab’ einen Amerikaner kennengelernt, der das letztes Jahr in Latein-Amerika verbracht hatte. Er kann Spanisch unglaublich gut reden. Er-staun-end. Bin total eifersüchtig. Er war ein Blond-Surfer Typ und absolut locker—machte viel Spaß, mit ihm auf Spanisch zu plaudern.


Am Samstag hab’ ich einen kleinen Selbsttour von einem Strand gemacht. Die Landschaft war total schön, mit vielen interessanten Steinen und wildem Wellen, und ich sah drei Personen, die etwas total merkwürdig gemacht hatten: Fischen mit Messer. Wirklich. Ich dachte, ich war plötzlich in der Urzeit. Sie standen im Wasser mit Messer im Hand und warteten, bis sie einen Fisch sahen. Und hey, hat funktioniert! Tatsächlich zweimal!


Okay, im Moment haben wir ein Sturm. Das einzige Licht kommt von meinem Laptop und den Kerzen, die ich meiner Tico-Familie gegeben hatte. !Muy romantico! Gott sei Dank, mein Laptop hat extra Batterien…


Es gibt ein Restaurant in der Nähe des Strands mit nur Früchten auf den Menue. Früchten mit Eis, Früchten mit Granola, Früchten mit Yoghurt. Schmeckt’s! Papaya, Ananas, Mango, alle Arten von tropicalischen Früchten. Und ein riesiges Teller kostet nur 3 Euros!! Unglaublich. Und gibt’s auch ein Bar mit den besten Daiquiris in der Welt. Der Barman hatte mich gefragt, ob ich eine mit Ananas oder Zitrone wollte. Ananas, sagte ich. Okay. Er hatte ein Frisches von unter der Theke rausgeholt, geschnitten mit einem großen Messer, und die Stückchen in dem Blender gesteckt. Ein Paar Schuß Rum, viel Eis, und tja! Der absoluter Hammer, ich schwöre. Kein Zucker, kein “Artifical Coloring,” nur Frucht und Alkohol. Großartig. Dann kann man am Strand sitzen mit Glas in dem Hand und an die Sterne gucken. Ideal.


Whoa, der Storm geht jetzt total los! Spaß! Mein erster tropicalischer Sturm. Aber ich sollte wirklich alles speichern und Tschuß sagen, glaub’ ich. Dies ist echt hart.


Bis später!

Sámara, 7. April

Hallo, alle in Ländern wo die Luft schwitzt nicht! Letzte Nacht träumte ich von Klimaanlage…


Ne, wirklich hab’ ich mich meistens an der Hitze gewöhnt. Und wenigstens am Strand gibt’s immer ein bißchen Wind. Man kann sich großartig entspannen, mit einem Buch, mit Freunden, mit Volleyball. Und in den Klassenzimmer ist es meistens kühl. Zum Glück—ohne Klimaanlage wuerde ich entweder schmelzen oder einschlafen. Wahrscheinlich beide.


Spanisch zu lernen macht viel Spaß für mich, besonders weil ich jetzt nicht immer an den Konjugationen denken muß. Und jeden Tag kann ich die Frauen aus der Schweiz besser verstehen. (Die Mehrheit meiner Freunden kommen aus der Schweiz; weiß nicht warum, aber ich bin glücklich. Hätte niemals gedacht, daß ich deutsch so oft in Costa Rica üben könnte!) Ihre Sprache ist ganz süß, finde ich. Sogar wenn sie sich streiten, klingt's schön.


Am Samstag sind wir nach die “große” Stadt mit dem Bus gefahren. Heißt Nicoya. Whoa…ich würde sie eine “winzlige” Stadt nennen. Wenigstens war der Bus schön. Ich hatte Angst gehabt, die Busen würde sein wie die Züge in Italien: schwitzend heiß, stille Luft, riechend nach…nach…weiß ich, aber nach etwas Unschönes. Aber nein! Und die Fenster in dem Bus hatte perfekt funktioniert! Sehr wunderbar. Also war die Fahrt ganz angenehm. Die Stadt selbst war okay—hat eine schöne weiße Kirche in Zentrum, umgeringt mit einem großen Garten/Park. Gab eine Hochzeit damals, und ich beobachte die Vorbereitungen während des Sturms. (Hatte viel geregnet; mußte “sanctuary” in der Kirche suchen. Ich. Ja, ich weiß, war ein bißchen ironisch…) Meine Tico-Familie hatte mir gesagt, man kann irgendetwas in Nicoya kaufen, aber ich hab’ die Geschäfte nicht so erstaunend gefunden. War okay, aber meistens mit T-shirts gefüllt. Und kitschige Schmuck aus China. Wirklich nicht so anders wie eine amerikanische Stadt, aber ohne die gute Sachen. Ich wollte CDs, Bücher, und Lebensmittel kaufen. Der Letzte hatte ich gefunden: das Pulver für mein Lieblingsgetränk hier. Man mischt es mit Wasser und hat ein Getränk total erfrischend und schmeckhaft. Ich glaube, das Pulver ist ein Mischung von Maiz, Kakao, Zimt, und Nelke. Sehr interessant. Die CDs hatte ich aber nicht erledigt, weil die Geschäft hatte nur die Shakira-CDs, die ich schon habe, und es gab auch Problemen mit den Bücher, weil die Mehrheit der Bücher im Geschäft gingen um Gott oder wie man Gott finden kann oder das ideales Verhältnis mit Gott. Passen mit mir absolut nicht an. Und die andere waren meistens Kama Sutra (mit Zeichnungen!) oder Bumsen-Manuals für Teenagers. Ich scherz’ nicht. Gott, Sex, Gott, Sex, Gott, Gott. Sehr komisch. Im letzten Moment fand ich ein Kochbuch von Chayotes, meine Lieblingsgemuese in Costa Rica. Fast sprang mit Freude, daß ich etwas besser als Gott und Bumsen gefunden hatte. Also hatte ich am Ende Erfolg in zwei Katagorien.


Gestern jagte ich nach Steinen. Ich stehe total auf interessante Steinen—als ein Kind sammelte ich sie immer. Zum Glück gibt’s ein Strand in der Nähe meines Hauses wo die beste Steinen sind, mit irgendeiner Farbe und irgendeiner Große. Ich war im Stein-Himmel! Die Auslese ist richtig unglaublich. Ich mußte aber endlich halten—ich hatte Angst, ich konnte mein Koffer nicht ziehen mit zuvielen Steinen drin. Aber vielleicht kann ich Schmuck für meine Mutti draus machen. Warum nicht? Wenn ich zurück komme, bin ich arbeitslos. Werde viel Zeit haben! Wahrscheinlich wird die Bibliothek meine beste Freundin sein. Das Leben ist echt interessant, ich muß sagen. Meine neue Perspektiv gefällt mir—lass’ mein Pfad selbst finden und inzwischen probier’ mal so viele neue Sachen, wie ich entdecken kann. Z.B., ein Buch der Philosophie schreiben?... Ne, ich habe schon drei andere, die ich wiederarbeiten muß, und wiederarbeiten, und wiederarbeiten…ich hoffe, eines Tages kommt der Kreis zum Ende mit ihnen. Vielleicht danach werden wir alle sie in einem Bücherregal in Border’s sehen...meiner Lieblingswunsch…


Ups, muß mein Klassenzimmer jetzt finden! Montags fängen wir immer mit unseren neuen Klassen/Profesorinnen an. Ich freue mich auf eine Neue…


Mach’s gut!

Manuel Antonio, 15. April

Hallo, alle!


Ich hoffe, alles geht Euch gut! Geht mir so—letztes Wochenende machte ich ein kleines Excursion nach Manuel Antonio, al Parque Nacional. Gibt auch eine kleine—aber interessante!—Stadt in der Nähe namens Quepos. Ich hab’ belgisches Bier in dem Lebensmittelgeschäft in Quepos gefunden!! Nur eine Flasche, aber war trotzdem tief beeindrueckt. Whoa…belgisches Bier in einem Strand-Stadt in Costa Rica…ich hätte sowas niemals gedacht! Natürlich mußte ich es kaufen, und auch Eis und exotisches Frucht-Saft. Alle waren eigentlich mein Abendessen—hey, warum nicht?—inklusiv Makademia-Nüßen mit Bitterschokolade. Aber als ich wieder in meinem Hotelzimmer saß, erkannte ich, daß ich ein großes Problem hatte, nämlich: wie wurde ich die verdammte Flasche öffnen? Dieses Zimmer hatte nichts außer vier Betten (?) und ein kleines Bad mit einer Dusche, die nur ab und zu funktionierte. (Aber ich war auf jedem Fall total zufrieden—obwohl das Zimmer nur okay war, war es wirklich in dem Dschungel und fast in dem Park. Herrlich exotisch.) Zurück zur Flasche…probierte erstmals die Ecke der Wand gerade unter dem Fenster, aber hatte überhaupt nicht geklappt: die Wand hatte einfach zerbröckelt. War enttäuscht, aber endlich hatte erkannt, dass mein bestes Option (einziges, besser zu sagen) war der Schlitz in der Türgang. Okay, wenigstens hab’ ich hier etwas aus Metall, dachte ich. Und hey, ich hab’ es geschafft! Mit nur ein Minimum der Gischt! Geil. Richtiges leckeres Abendessen, besonders weil ich am Veranda mit meinem Bier in dem Hand sitzen konnte und die Dschungel-Atmosphaere völlig geniessen.


Der Park war wunderschön, und selbstverständlich war Quepos auch total interessant. Ich verbrachte vielen Stunden im Park, sah viele Affen und andere exotische Tiere, machte viele Fotos, und nach ich die Strände funden hatte, plauderte dort mit einem coolen Ehepaar aus Florida. Endlich mußte ich zurück nach meine erbärmliche Dusche weil ich fast zum Tod geschwitzt hatte (viele Stunden Hiking in einem Regenwald ist ein bißchen hart), aber nach ich mich geduscht hatte und ein bißchen Schlaf hinter mir hatte, wurde ich wieder bereit, und zwar hatte großen Hunger. Ich wartete auf den Bus und hoffte, er wurde wiederkommen. Aber nach zwo Minuten, ich hatte ein besseres Option—meine Freunde aus Florida kamen vorbei in ihrem Auto! “Wohin gehst du?” fragten sie. “Eigentlich Quepos, um ein Restaurant zu finden,” antwortete ich. “Hey, du kannst mit uns essen, wenn du Lust hast,” sagten sie. Wie freundlich! “Ja, gerne, und vielen, vielen Dank!” Also hatte ich ein sehr elegantes Lunch in ihrem sehr eleganten Hotel, was an der Spitze einer Berg lag und eine unglaubliche Aussicht hatte. Gegessen, geplaudert, und nach alles hatten sie mich auch nach ihr Haus in Florida eingeladen! Ich hatte viel Glück, ihnen kennenzulernen, glaube ich. Danach fuhren wir in Quepos und machten wir Fotos von einem verlassenen und häßlichen Park, der auch schön und faszinierend war (genauso wie Detroit), und danach hatten wir Tschüßi gesagt im Zentrum Quepos. Was für einen Tag! Ich denke, ich fliege bald nach Florida…


Und die Nacht vorher hatte ich ein Restaurant in Quepos gefunden, wo ein Salsa-Band spielte. Fragte ein Fremder, ob er essen zusammen mochte; also hatte ich Gesellschaft und ein schönes Abendessen. Ich war auch total überrascht, weil plötzlich lief eine Freundin von mir in das Restaurant—Nina, meine Lieblingsfreundin aus der Schweiz! Eine Woche vorher mußte sie weg, um einen Tour zu machen und danach nach die Schweiz zurückzufliegen, und ich hatte überhaupt keine Ahnung gehabt, daß sie nach Quepos kommen würde. Und in das gleiches Restaurant! Unglaublich! War eine sehr coole Nacht. Und mein neuer Freund wollte lateinisches Tanz lernen, was mich freute. Ich unterrichtete, und er kaufte unseres Essen. Ein gutes Umtausch—jetzt hab’ ich mein Essen mit Tanzen verdient.


Insgesamt war mein Wochenende total awesome! (Hatte auch Glück waehrend meiner Reise zurueck—die einzige Leute im Bus waren ich und zwei aus Deutschland, was bedeutet, ich hatte wieder die Chance, deutsch zu üben!) Ich freue mich schon auf meine nächste Reise: hoffenlich nach Montezuma mit meiner Freundin aus Belgien. Heute machen wir eine Reservierung für einen Mietwagen (!) und kaufen eine gute Landkarte. Oder vielleicht mehrere…


Ach, Mensch, jemand brennt das Müll wieder in der Straße. Was für ein eckelhaftes Stink! Ich werd’ sowas wirklich nicht vermissen…


Macht’s gut! Ich wünsch’ Euch auch ein lustiges Abendteuer!

Cabo Blanco, 23. April

Schwitzende Gruessen aus Costa Rica—wir haben jetzt zehn Uhr abends und 30+ Grad, ich schwöre…unglaublich. Ein Freund von mir hatte mir gefragt, ob ich nach Hawaii fahren wollte, und ich hatte “ja, natürlich!” gesagt, aber als ich mit ihm letzten Wochenende redete, sagte ich ihm, ich würde eiskalte Bergen lieber besuchen. Irgendwo mit kalter Schnee und frischer Luft…vielleicht auch ein Glas Schnaps…oder zwei… Nein, wirklich genieße ich die Klima hier, solange ich mit meinem Fahrrad nicht fahren muß. Mit der Hitze und der Sonne ist eine Fahrt mit dem ‘Rad ein bißchen hart.


Am Sonntag lief ich acht Km innerhalb Cabo Blanco Parque Nacional...nach wir unsere Reife kaputt machte mit einem unheilig-großen Stein und sie ersetzen mußten. Machte nicht soviel Spaß in der staubigen Straßen unter der heißen Sonne, aber wir haben es geschafft. Ich glaube, wenn man durch Costa Rica in einem Wagen fährt, hat man Glück, wenn man nur eine kaputte Reife am Ende des Tours hat. Das Fahren hier ist eine richtige Abendteuer! Mußten acht oder neun Flüssen kreuzen, alle Typen von Verkehr vermieden—Kuhen, Schwein, Affen, Pferde, sogar Leuten—und unsere Köpfe oder Körper nicht gegen dem Dach des Autos schlagen, obwohl die Straßen total verrückt sind. Größe Loecher, enge Brücken, wilde Kurven—whoa. Machte viel, viel Spaß! Ich reiste mit zwei Freunden nach dem Süd: Montezuma, Mal Pais, Cabo Blanco, und Curu. Der letzte zwei sind Teilen des großen Parksystems. Curu war himmlich, mit guten (kurzen!) Pfäde und einem wunderschönen Strand. Cabo Blanco war eine richtige Dschungel, aber leider war der Strand am Ende des Pfades nicht so schön wie der Strand in Curu. Beide waren aber herrlich interessant, und ich fühlte mich, als ob ich ein einem Indiana-Jones Film war.


Mal Pais ist ein Stadtchen meistens für Surfers. Gibt’s auch viel, viel Staub. Soviel, eigentlich, daß zu fahren ist fast unmöglich. Un-glaub-lich. Wir haben aber zwei sehr coole Sache gefunden in Mal Pais: ein großartiges, leckeres Thai-Restaurant und einen fazsinierenden Amerikaner. Er lief fast die ganze Kueste von Costa Rica—zum Fuß und ohne Schuhen. ??? Whoa… Und er hat Geld, ich glaube, und vorher ein “normales” Leben. Jetzt macht er einfach was er will, und geht wohin das Schicksal ihn trägt. Hatte völlig verrückte Geschichten, und zum Glück sahen wir ihn wieder den nächsten Morgen. (Er war ein Freund von zwei Gasten im Hotel—wir hatten alle stundenlang Samstag abend geplaudert.) “Du lebst noch!” haben wir ihn gesagt. (Er schläft immer allein am Strand, was mehr als ein bißchen gefährlich ist.) “Ja, zum Glück,” war seine Antwort. ??? “Ich bin aufgewacht sehr früh diesem Morgen weil vier Männer in einem Kreis rund mich standen.” “Was???” “Na, war okay—nur einer hatte eine Pistole. Hatte sie angegriffen und weggenommen, und alle hauten einfach ab.” Nochmal whoa… Ganz locker, dieser Typ. Sehr interessant. Gute Survival-Tips.


Im Montezuma sahen wir einen schönen Wasserfall, und natürlich besuchten wir auch viele, viele Strände. War eine gute Reise, obwohl ich denke, dieses Wochenende bleibe ich in Sámara. Hatte Abendessen mit meinem Surfer-Freunden Jesse und Steve, und wahrscheinlich am Samstag machen wir’s wieder. Frisches Fisch aus der Ozean mit Avocado, Mango, Tomaten und Zweibeln. Und mit ein bißchen Limonsaft…lecker. Unsere Appetizer war einen ganzen, frischen Kokonuß, und Nachtisch war ein ganzes Ananas. Die Früchte hier sind erstaunend gut. Und am Samstag hab’ ich mein erstes Gesprächsumtausch (“intercambio”) mit einem lokalen Student, der englisch gerade studiert. Wir werden im spanisch für eine Halbstunde reden und englisch danach. Sehr cool…hoffenlich kann ich ihm viel helfen und auch viel von ihm lernen.


Okay, ich glaube, ich muß jetzt schlafen. Vielleicht werde ich von kalten Bergen träumen…oder eiskaltem deutschen Bier…ah…


Macht’s gut!!

Sámara, 28. April

Hey, alle!


Bin heute total gut gelaunt—endlich endlich endlich versteh’ alle Verbformen. Auf spanisch gibt eine riesige Menge davon…aber zu verstehen nicht bedeutet, dass ich alle benützen kann. Wenigstens nicht wenn ich spreche. Das kommt schon, ich hoffe…vielleicht eines Tages werde ich imperfecto subjunctivo und Indirekte Rede innerhalb den gleichen Nachmittag benützen. Das wäre wirklich der Hammer…


Ach, nein—die Muell brennt wieder. Und die Hunden kämpfen in der Strasse…obwohl das Leben hier gefällt mir, ab und zu vermiss’ ich die Staaten. Und ich will bis ein Uhr nachmittags schlafen; seit ich nach Sámara ankam, habe ich jeden Tag um 6.30 aufgestanden, egal ob ich um 22.00 einschlaf oder 4.30. (Samstag war echt hart—mit nur zwei Schlafstunden bin ich nicht gerade optimal…)


Aber ich werde das kostenloses Essen auch vermissen: Mangos und Avocados fallen aus Bäume, Cocos liegen immer am Strand, und ich hab’ gehört, daß man die Iguanas fressen kann. Wäre nicht mein Ding, aber hey, gut zu wissen. Frische Cocos sind unheimlich gut…wenn man sie öffnen kann. Mußte wirklich arbeiten und schwitzen fuer zwanzig Minuten um das zu schaffen, aber es lobte sich. Und ich hab’ auch Fish Tacos entdecken—himmlich! Mit Avocados, Mangos, Tomaten und Zwiebel, und auch absolut frisches Fisch, das meine Surfer-Freunden morgens in der Ozean schnappen…whoa. Verrückt-lecker, muß sagen…


Letzten Donnerstag hatten wir ein richtiges Fußballspiel: Studenten gegen Professoren. Die Professoren spielen oftmals zusammen und daher sind fast Profis, aber wir hatten eine Geheim-Waffe: Jungs aus der Schweiz!! Auch eine Amerikanerin und einen Amerikaner, die konnten verdammt gut spielen. Die Professoren aber waren tödlich ernsthaft und haben total hart gespielt—jeder hat jetzt grossen Flecken, ich glaube. Gott sei Dank, ich teilte nicht mit, weil ich niemals gespielt habe, und ich hätte Angst gehabt vor den Professoren. Wenn ein Spieler brüllt sich an mir und hat 200 Pfunden von Kraft und Faehigkeit unter seinem Gürtel, ich verteidige das Ball nicht, nein, auf keinem Fall—ich renne, und tatsächlich in eine andere Richtung. Ich und Fußball koennte nur eine Peinlichkeit sein; viel besser zu beobachten und schreien in drei Sprachen.


Diese Woche machte ich auch meine erste Sprachenaustausch. Man macht die Austauschen mit einem Tico (oder anderem lateinischen Student) um englisch und spanisch zu üben. Erstmals kommt eine Sprache für eine Halbstunden oder Stunden (mit Korrekturen, sehr wichtig) und danach kommt die andere. Eine gute Idee, finde ich, und es macht Spaß, nochmals ein bisschen englisch zu unterrichten. Erinnert mich an meinen Tagen bei der Sprachschule in Oldenburg, als ich englisch für vier Stunden jeden Mittwoch unterrichtete und sofort danach wurde in die Kneipe ging und genoß ein Abendessen von Guiness und Zigaretten weil ich so früh aufstehen mußte (14.00)—meine Klasse fang um 16.00 Uhr an, und normalerweise kam ich nicht bis 7.00 oder später nach Hause… Tja, die Zeit hier ist ein bißchen anders als meine Zeit in Deutschland. Vielleicht bin ich jetzt zu alt für solches Scheiß. Hmm…oder vielleicht brauchen wir mehr Bars in diesem Dorf. Gibt’s wirklich nur vier oder fünf, und zwei finde ich nicht so gut. Und es gibt überhaupt keine Clubs. …Okay, aber ich sprach von meiner Sprachenaustausch. (Entschuldigung, bitte…) Ich hab’ Glück: mein Partner kommt aus Guatemala und ist ein Buddhist-Philosoph, der auch Schwul ist. Wie erfrischend in einem katholiken Land! Wir können über viele Sachen plaudern, inklusiv die Kirche und wie sie funktioniert in Latein-Amerika. Herrlich interessant.


Dieses Wochenende war ich nicht unterwegs—ich wollte mich entspannen und Sámara genießen. Zum Glück, weil die Nach-Fußballspiel-Party am Donnerstag dauerte eine Weile, und die Party am Freitag auch. War komplett durch am Samtag, aber hatte genug Energie für Fish Tacos. Und gestern Abend kochte ich mit meiner Familie. Ich hatte Schafkäse im Markt gefunden (eine Überraschung!), wir kochten frische Beeten, und am Ende hatten wir einen leckeren griechischen Salat. Sie probierten Schafkäse fuer das erstes Mal, und zum Glück sagten alle “!Que rico!” Wenn ich Koriander und Cumin finden kann, vielleicht kochen wir einen Salat aus Morokko.


Okay, wir haben fast neun Uhr, was bedeutet, die Hitze kommt. Wenn ich gehe jetzt raus, vielleicht kann ich an die Schule kommen vorwärts der Hitzewelle…ich drück’ mal den Daumen…


Macht’s gut und ciao!

Sámara, 6. Mai

Halli, hallo!


Wie läuft’s? Ich glaube, ich hab’ endlich meinen glücklichen Platz hier gefunden—ich fühle mich total wohl. Aber natürlich, na, denn ich muß in einer Woche abhauen. Die letzte Woche machte unheimlich Spaß: endlich tanzte ich mit einem wunderschönen Partner (!!!!! bin Salsa-Fixerin…), kennenlernte coole Ticos (d.h. nicht besoffen) in der Bars, und jetzte mache ich fast jeden Tag Capoeijeta (Kampfsport aus Brasilien) mit meinem Surfer-Freund Jesse. Hab’ immer gewollt, ein bißchen Capoeijeta zu lernen. Endlich sind die zehn Jahre, die ich kung fu übte, nützlich! Wir können ja schon ein keines “jinga” machen.


Auch ist meine Familie unglaublich prima—alle sind total nett und laden mich immer ein, obwohl sie gehen nach eine Geburtstagsparty, ein Fußballspiel, das Haus einer Verwandte, sogar die Kirche. (Und hier gehen wir, nicht fahren…sind immer zum Fuß unterwegs, was gefällt mir.) Ich bin ein Einzelkind, aber jetzt fühle ich mich, daß ich zwei Schwestern und einen Bruder habe…auch eine zweite Mutti. (Gibt’s kein Vati im Haus.) Zwar wollte ich ihnen und ihre Sitten völlig respektieren, und dafür hatte ich etwas total nicht normal (für mich) letztes Wochenende gemacht: ging mit ihnen nach die Kirche. !!! Ich dachte, okay, es ist ein anthropologisches Experiment, und auch wollte ich ihre Musik hören, weil meine Schwestern und der Freund von der jüngeren singen und Gitarre spielen in der Kirche. (Oftmals haben wir kleine Konzerte abends im Haus; macht viel Spaß. Werd’ viele Sachen von meiner Zeit hier vermissen…) Die Kirche war ein interessantes Erlebnis, und ich genoß die Musik, aber tja, war eine Kirche. Wirklich nicht mein Ding… Ich war glücklich, daß ich nicht so viel verstehen konnte. (Der Bibel auf spanisch? Uh-huh. Niemand hier sagt vosotros—das Equivaelent von euch—aber alle Verben im Bibel sind mit vosotros geschrieben. Total verwirrend für mich.)


Zeichen, daß ich Costa Rica jetzt “heim” nennen kann:


-Ich wuerde niemals denken, daß ich das Tolietpapier in das Klo werfen sollte…

-Ich finde es ganz normal, wenn ich mit meinem Fahrrad fahren und Pferden und Kuhen in der Straße vermeiden muss…

-Ich weiss genau wo die Löcher (und nach dem Regnen, Pfützen die Größe von Seen) in der Straße sind und kann die sichere Pfad finden ohne große Mühe…

-Ich bin total gewöhnt an dem Stink von brennenden Müll…

-Ich weiß, wie man schneidet Ananas und Mangoes auf der besten Art…

-Ich kann ein Kokos am Strand finden und Lunch daraus kriegen…

-Ich weiß, welches Geschäft hat die billigste plantano-chips…

-Und wenn die Leute mir sagen, eine Party geht los um neun Uhr abends, ich weiß, ich sollte um zehn ankommen, denn hier haben wir “Tico Time…”


Naechste Woche fahre ich (mit Bus!!) nach La Fortuna, Monteverde, und Santa Elena. Hoffentlich kann ich auch Volcano Arenal sehen—wenn das Himmel nicht bewölkt ist, man kann den Feuer von dem Volcan sehen. !! Gibt’s auch mehrere Regenwälder in der Nähe, einen Garten von Schmetterlinge und Libellen, ein Kaffeefabrik, ein Käsefabrik, usw. Ich freue mich auf…und bin auch traurig, daß ich gehe. Ich werde viele Leute hier vermissen. Aber so geht’s das Leben, na? Gibt’s ein Preis für das Reisen…


Okay, ich glaube, es gibt jetzt eine Affe am Dach—die Dächer hier sind aus Blech, und man hört immer die Schritte der Tieren…vielleicht sollte ich meine Tür schliessen…


Mach’s gut!

Santa Elena, 13. Mai

Heilige Bustenhalter, Batman! Wenn ich länger hier bleiben würde, würde ich einen aus Stahl kaufen, wirklich. Die Strasse in Costa Rica sind echt brutal, und nicht auf einer guten Art. Ich dachte, der Weg von Sámara nach Montezuma war hart, aber von La Fortuna nach Santa Elena—uy. Hab’ noch einen Kopfschmerz…und meine Titten sind auch nicht glücklich. Die Geschäfte hier sollten Eisen-BH verkaufen, ich meine das im Ernst…ich werde die Strassen hier nicht vermissen.


Aber im Moment hab’ ich ein schönes Zimmer in einem interessanten Dorf. Okay, Dörfchen…trotzdem ist es sehr gemütlich und hat frisches Eis—es gibt ein lechería (Käsefabrik) in dem Gegend. Ich hab’ gehört, daß der lechería der größte Arbeitsgeber war bis die Touristen ankamen. Touristen sind jetzt in jeder Ecke von diesem Land. Ich hatte aber heute viel Glück! Normalerweise sind die Reisender mit Interbus (ein privates Transportservice und viel, viel gemütlicher als der normalen Bus) andere Amerikaner, aber heute war ich unterwegs mit vier Leuten aus Spanien! Ausgezeichnet, weil ich hatte mich gewundert, wie die Leute dort spanisch sprechen. Ich bin total an Tico-Spanisch gewöhnt (Ticos=Costa Ricans), und ich hab’ auch Freunden aus Colombien und Guatemala, aber ich hatte niemals mit einem aus Spanien geplaudert. (“Niemals” bedeutet zwei Monate—bevor ich hier studierte, konnte ich überhaupt kein spanisch sprechen.) Die Sprache in Mexico gefällt mir—obwohl die Leute super-schnell sprechen—aber ich kann den Akzent in Cuba und Puerto Rico total nicht verstehen. Also war ich total glücklich zu entdecken daß die spanisch aus Spanien sehr schön ist…die c’s und z’s klingen ein bisschen gay in meinen Ohren, aber es geht. Prima! Jetzt kann ich nach Spanien!!


Gestern sah ich den Wasserfall in La Fortuna. Unglaublich schön!! Nur 70m hoch, aber man kann direkt unter dem Fall schwimmen. Das Wasser ist absolut kristallklar—ich hab’ niemals solche Farben gesehen, mit den Steinen, Moos, Sand, usw. Himmlich. Ich saß auf einem Stein für eine Stunde mit meinen Füßen in dem kühlen Wasser und der Gischt auf meinem Gesicht und einfach genoß die Szene. Sehr, sehr friedlich—vale la pena… (lohnte sich…)


Morgen möchte ich den Schmetterlingsgarten besuchen, und den Orchidgarten, und auch gibt’s eine Fabrik, die Kaffee herstellt. Zucker auch, glaube ich, aus cañas. (Weiß das Wort auf deutsch nicht…) Vielleicht kann ich ein Stückchen Zucker kaufen und agua dulce damit machen. Das ist mein Lieblingsheiß-Getraenk in Costa Rica. Will auch einen Tour der Käsefabrik machen und zwei Wälder besuchen, die ganz berühmt sind. Ich glaube, ich kann alles in vier Tage ganz locker schaffen.


Wow, die Lateiner sind sehr—uh…überomantisch. Gibt’s ein besseres Wort dafür, aber ich kann es nicht finden.

Ich sehe jetzt fern—hey, endlich kann ich, also warum mich nicht verwirren mit zwei anderen Sprachen außer englisch?—und während die Musik-Videos spielen, gibt’s kurze Sätze unter den Titeln der Liedern. Vermütlich von einem Lieberhaber nach einem anderen, weil die Säzte sind so: “Ich lieb’ dich und kann dich nicht verlieren,” “Du bist mein Leben,” “Niemand könnte dich mehr lieben,” usw. Wirklich etzend, muß sagen. Naja, wengistens sind die Männer so schlimm wie die Frauen…ich bin glücklich, dass ich jetzt in der verrückten Welt der Lateiner gelebt habe…


Bis später, alle! Genießt mal Eure glatte Strassen!!